Sanierung der Sandsteinportale

Die Kirche besitzt zwei wertvolle Portaleinfassungen aus Sandstein, die von Heinrich Julius Tode entworfen und von Johann Heinrich Körner in Velpke geschaffen wurden. In der Bekrönung erscheint der lateinische Text: In Honorem et Gloriam SS Trinitatis ecclesiam hanc extrui curavit („Zu Ehre und Ruhm der heiligsten Dreieinigkeit ist diese erbaute Kirche gewidmet“) sowie der Name des Kirchenstifters „Maximilian Henrich Ferdinand de Schutz“ und die Jahreszahl 1768 in römischen Lettern. Sie gibt nicht das Jahr der Einweihung wieder, sondern das Jahr, in welchem der Entwurf angefertigt und dem Steinmetz nach Velpke übersandt wurde. Geweiht wurde die Kirche am Trinitatistag (10.06.) des Jahres 1770.

Im Jahr 2009 wurden die Portale aus Velpker Sandstein behutsam restauriert. Besonders prächtig erscheint nun wieder das Wappen der Familie Sinold genannt von Schütz. Die Hirschstange mit acht Zinken ist seit dem späten Mittelalter das Wappenzeichen der alten hessischen Familie, die einst bedeutende Juristen und Diplomaten hervorbrachte. Der Sechsstern auf einem der Flügel ist ein Zitat des landgräflichen Wappens von Hessen-Darmstadt und gelangte anlässlich der Reichsadelung im Jahre 1674 in das Sinoldsche Wappen. Maximilian von Schütz verzichtete ab etwa 1710 auf den Namensteil Sinold.

Ansicht des restaurierten, von Heinrich Julius Tode entworfenen und durch Johann Heinrich Körner (Velpke) geschaffenen Hauptportals